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Neva Masquerade

Geschichte - Wesen - Gesundheit - Farbe - Nevaträger - Rassestandard

Geschichte


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Wie bei jede Katzenrasse gibt es natürlich auch bei der Sibirische Katze / Neva Masquarade die sagenumwobenen Entstehungsgeschichten. Fakt ist jedoch, das die Neva Masquarade zuerst in der Gegend um St. Petersburg aufgetaucht ist.

Daher hat sie auch ihren Namen "Newskaja Maskaradnaja" nach dem Fluß der durch St. Petersburg fließt, der Neva und nach der von ihr getragenen Maske. Gezüchtet und registriert wird sie in St. Petersburger Katzenvereinen seit Anfang der 80ger Jahre. Es wird aber auch immer wieder von Straßenkatzen mit der charakteristischen Fellfarbe und -länge berichtet..

Ein weiterer Fakt ist, das es Anfang der 80ger Jahre in Russland noch keine Heiligen Birma, Ragdoll oder Colorpoint Perser gab, so bleibt als möglicher Ursprung nur die Einkreuzung der Siam übrig.

Die ersten Nevas kamen 1990 mit dem Richter Hans-Joachim Schultz nach Deutschland und wurden von ihm auch hier weitergezüchtet. Seitdem erfreut die Neva sich vieler Wiedrigkeiten zum Trotz wachsender Beliebtheit.

In Russland wie auch in Deutschland darf die Neva Masquarade mit der Sibirischen Katze verpaart werden, da sie ja auch aus dieser hervorgegengen ist. Sie ist somit die einzige Waldkatze mit Maskenfaktor.

Wesen

Vom Wesen muß man eine Neva Maquarade einmal selber erlebt haben um sie beschreiben zu können. Sie ist eine sehr anhängliche Katze, die sich in der Familie ihren Menschen aussucht, den sie dann mit Aufmerksamkeiten überschüttet. Von ihm läßt sie sich alles gefallen, im Gegenzug muß er sich aber auch ihre langen Geschichten über Gott und die Welt anhören.

Die Neva ist eine gesellige Katze, die sich einfach mit jedem versteht. Ob Maus, Kaninchen Hund oder Pferd sie kommt mit allen aus. Dafür ist sie aber eine Katze die immer Gesellschafr braucht. Für eine Einzelhaltung in einer tagsüber lehren Wohnung ist eine Neva nicht geeignet. In so einer Haltung stumpfen diese wundervollen Tier ab und werden wunderlich, das kann sich dann auch schon mal in Unsauberkeit oder Zerstörungswut äußern. Ansonsten ist die Neva eine sehr angenehme Katze, die sehr auf die Stimmungen ihres Menschen eingeht.

Die Neva ist außerdem eine sehr neugierige, verspielte Katze, die Ihrem Mensch bei jeder Tätigkeit mit Rat und besonders Tat zur Seite steht. Ich weiß nicht wie oft wir schon helfende Pfoten aus irgendwelchen halb zusammengebauten Dingen herausziehen mußten, oder den vermeintlich leeren Karton voller Panik wieder ins Haus geholt haben.

Gesundheit

Die Neva Masquarade ist noch eine unverzüchtete Rasse. Erbkrankheiten, wie sie bei vielen Rassen leider schon sehr verbreitet sind, treten sehr selten auf. Sie ist eine robuste Katze die gerne bei jedem Wetter im Garten oder auf dem Balkon sitzt. Wozu hat man schließlich ein wasserabweisendes Fell.

Einzig den Augen sollte man Aufmerksamkeit zollen. Hier kommt leider mal das Erbe der Siam durch und es kommt zu einer genetisch bedingten Fehlstellung der Augen ( Schielen ). Mit schielenden Katzen sollte auf keinen Fall gezüchtet werden und man sollte sich auch nicht von so einem "niedlichen Silberblick "verführen lassen. Schielen ist ein schwerer Defekt und auf keinen Fall zu tolerieren.

Die Neva Masquarade ist eine relativ pflegeleichte Katze. Sie neigt wenig zum verfilzen, nur während des Fellwechsels benötigt sie Hilfe bei der Fellpflege. Trotzdem sollte man die Neva regelmäßig kämmen. Nur so verhindert man, das aus kleinen Knoten große werden, die dann herausgeschnitten werden müssen. Außerdem erleichtert die Routine so manches.

Die Farbe

Die Fellfarbe ist das Besondere an einer Neva , eigentlich sollte sie sich ja nur durch diese von ihrer Schwester der Sibirischen Katze unterscheiden. Was bedeutet nun eigentlich Point? Es bedeutet, das die Katze genetisch gesehen zu den Albinos gehört. Ein bestimmtes Gen verhindert, das sich die normale Fellfarbe an der ganzen Katze zeigt. Nur das Gesicht, die Ohren, die Beine und der Schwanz sind in der eigentlichen Fellfarbe gefärbt. Der Rest des Fells ist je nach Pointfarbe weiß bis beige.

Nevas werden weiß geboren , ihre spätere Pointfarbe zeigt sich erst nach ein paar Tagen. In den ersten Lebensjahren dunkeln die Katzen dann noch nach, so daß ein Tier das 2 Jahre alt ist immer eine anderes Aussehen, hat als eine 3 Monate alte Katze, obwohl sie die selbe Farbe haben.

Es gibt die Neva in allen möglichen Pointfarben, mit und ohne Tabbystreifen und auch als einzige Maskenkatze mit und ohne Silber.

Mögliche Farben sind somit: Seal-point, seal-tabby-point, seal-smoke-point, seal-silver-tabby point. das ganze auch noch in Rot, in den Verdünnungen creme und blau sowie in chocolate. Außerdem gibt es bei den weiblichen Katzen natürlich noch die Möglichkeit zwei Farben auf einmal zu haben, das sind dann die sogenannten Torties oder Torbies ( mit Tabbyzeichnung ). Diese Katzen haben also gleichzeitig zum Beispiel rote und schwarze Flecken. Außerdem gibt es natürlich alle Farben noch mit den verschiedenen Weißanteilen.

Na verwirrt? Macht nichts selbst viele Experten kommen bei so viel Farbenvielfalt manchmal durcheinander.

Nevaträger

Als einen Nevaträger schließlich bezeichnet man eine Sibirische Katze, welche auf einem ihrer zwei Genorte das Nevagen trägt. Ist zum Beispiel ein Elternteil eine Neva Masquarade und der andere eine reine Sibirische Katze, so werden alle Kitten vom Aussehen her Sibirische Katzen sein, also am ganzen Körper Farbe haben. Genetisch gesehen tragen sie jedoch auf einem Genort das Nevagen und auf dem anderen das Sibirische Katzengen. Verpaart man nun wieder zwei solche Tiere miteinander können wieder Neva Masquarade Katzen fallen. Nur eine Katze die auf ihren beiden Genorten das Nevagen besitzt zeigt die typische Fellfarbe einer Neva Masquarade. Neva Masquarade Katzen und Sibirische Katzen unterscheiden sich also nur durch dieses eine Gen voneinander, alle anderen sind identisch. Das bedeutet die Neva Masquarade ist nichts anderes als eine besondere Farbvariante der Sibirischen Katze.

Der Standard

Der Standard entpricht dem der Sibirischen Waldkatze, mit der sie auch verpaart werden darf.

Typ:

Kräftige, muskulöse Katze von mittlerer Größe. Der Körper erscheint mäßig langgestreckt, auf nicht zu hohen, kräftigen Beinen, Pfoten sind rund, groß und kräftig. Haarbüschel zwischen den Zehen sind grundsätzlich vorhanden und deutlich ausgebildet. Kräftiger kurzer Nacken.

Kopf: Kurzes stumpfes Dreieck in guten Proportionen zum Körper. Die Stirn ist leicht gewölbt. Der Nasenrücken ist breit, leicht konkav gewölbt ( Kein Stop, keine Einbuchtungen ) Die Länge der Nase ist das doppelte des Abstandes zwischen den Augen. Die kräftigen, massiven Wangen werden von kräftigen Kiefern betont. Das Kinn soll gut ausgeprägt sein, jedoch nicht hervorspringen.
Ohren: Mittelgroß, an der Basis breit und mindestens um Ohrenbreite auseinander stehend. Die verlängerte, senkrechte Linie des inneren Ohransatzes endet in der Mitte des Auges. Die Ohren werden leicht gewölbt nach vorne geneigt getragen. Die abgerundeten Ohren sind mit Haarbüscheln oder Pinseln wünschenswert. Starke Behaarung des Innenohres.
Augen: Groß, leicht oval und an der Unterseite gerundet. Leicht schräg gestellt und weit auseinander stehend.
Augenfarbe: Blau ( Bei der Sibirischen Katze ist die Augenfarbe Bernstein oder Grün, jedoch immer einfarbig im Auge )
Fell: Besonders lang am Hals, vorn an der Brust, an den Hosen und am Schwanz. Nacken und Schultern kurz. Rücken dicht, fest und glänzend. Seitlich des Körpers fein, weich, sehr dicht behaart. Die Unterwolle ist sehr spärlich zur warmen Jahreszeit, im Winter dicht, aber fein von Struktur. Alle Fellfarben sind jeweils als Colorpoint und Tabby-point erlaubt. Es sind drei Pattern erlaubt:: Colorpoint ( ohne weiß ), Mitted ( mit harmonischem Weißanteil, eine Blesse in der Maske ist erlaubt ) und Bicolor ( mit viel Weißanteil ). ( Die Sibirische Katze darf in allen Farben gezüchtet werden: )
Schwanz: Breit und kräftig am Ansatz. Sollte mindestens bis zum Schulterblatt reichen ( Längenmessung an der Längsseite des Tieres ). Er verjüngt sich in einer nicht zu feingliedrigen Spitze. Zu jeder Jahreszeit lang behaart.


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Herzlichen Dank an Tir Tairngire's für Bilder und Texte!

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